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Stopover in den Arabischen Emiraten

Die besten Tipps für eine sichere Reise

 

DUT Dubai Luftaufnahme 900

 

Dubai präsentiert sich nach außen als sehr moderne Stadt und als Reiseziel der Superlative. Nicht vergessen sollte man allerdings bei dieser immer beliebter werdenden Urlaubs- und Stopover-Destination, dass in den Arabischen Emiraten nach wie vor die islamische Kultur und das frauenfeindliche Gesetz der Scharia herrscht.

Das zeigt sich zum Beispiel dann, wenn einer Frau, die das Opfer einer Vergewaltigung wurde, nicht nur keine Unterstützung gegeben wird, sondern sogar mit einer Geldstrafe gedroht wird. (So geschehen zum Beispiel im November 2016; mehr dazu auf unserem Blog.) Es besteht also gerade für allein reisende Frauen die Gefahr, dass der Trip kolossal schief gehen kann.

Wer unsere unten aufgeführten Reisetipps beherzigt, hat aber gute Chancen auf einen Aufenthalt ohne unangenehme Zwischenfälle.

Reisen zu zweit

Es ist einem unverheirateten Pärchen offiziell nicht gestattet, im Hotel gemeinsam in einem Doppelzimmer zu übernachten. Wer also mit seinem Partner verreist, sollte entweder Ringe besorgen und für die Dauer des Aufenthaltes so tun, als wäre man verheiratet, oder einfach in einem der vielen Hotels übernachten, die von Immigranten geführt werden. Mit der lokalen Kultur fühlen diese sich oft nicht verbunden; außerdem haben sie hauptsächlich ihr finanzielles Wohlergehen im Kopf und drücken deshalb oft ein Auge zu.
Auf öffentliche Zurschaustellungen von Zuneigung (z.B. Umarmungen, Küssen) sollte aber so oder so verzichtet werden, denn die sind in Dubai illegal. Wo genau dabei die Grenze liegt, ist unklar. Händchen halten beispielsweise ist offiziell nicht erlaubt; wenn man durch eines der großen Einkaufszentren schlendert, sieht man es trotzdem hin und wieder, sogar unter Einheimischen. Wer ganz sicher gehen will, sollte dennoch darauf verzichten.

Wer als Frau mit einem männlichen Freund unterwegs ist, kann ihn als Verwandten ausgeben, beispielsweise als Cousin. Ansonsten könnten unter Einheimischen missbilligende Blicke provoziert werden. In den meisten Situationen wird es allerdings kaum auffallen, denn in der Öffentlichkeit kann man Freunde sowieso nicht von einem Pärchen unterscheiden – Zuneigung für alle sichtbar zu zeigen ist ja, wie oben erwähnt, verboten.

Generell wird erwartet, dass der Mann die Rechnung bezahlt, z.B. in Restaurants. Während es hierzulande gern gesehen ist, wenn ein Mann der Frau die Tür aufhält und sie vorgehen lässt, ist es in den Emiraten üblich, dass der Mann vorgeht, um der Frau einen sicheren Weg zu bereiten.

Als gleichgeschlechtliches Pärchen empfiehlt es sich, sehr diskret zu sein. Die Gesetze gegen Homosexuelle werden zwar nicht mehr so streng durchgesetzt, aber es gibt sie nach wie vor, und sie enthalten schwere Strafen.

Reisen allein

  Kleidung

ABT Corniche AbuDhabi 800Gesetzliche Vorschriften gibt es bezüglich der Kleidung nicht, aber es wird erwartet, dass man sich an die kulturellen Traditionen hält und sich entsprechend zurückhaltend kleidet. Dafür ist es nicht nötig, sich komplett zu verschleiern oder immer mit langer Hose und Pullover herumzulaufen – bei der Wüstenhitze wäre das auch schlicht unmöglich. Die Schultern und die Oberschenkel sollten allerdings bedeckt sein. Mit einem locker sitzenden T-Shirt und einer knielangen Hose wird man also auf der sicheren Seite sein.

Ein hilfreiches Accessoire ist, wie oben schon erwähnt, ein Ehering. Besonders allein reisende bewahrt der Ring vor ungewollten Annäherungsversuchen. Man sollte allerdings darauf vorbereitet sein, immer wieder gefragt zu werden, warum man seinen Mann und seine Kinder zurückgelassen hat.

Des Weiteren kann eine Sonnenbrille hilfreich sein. Dank ihr kann man direkten Augenkontakt vermeiden, der von den Einheimischen oft als Einladung gesehen wird – die darauf folgenden Flirtversuche können sehr penetrant sein.
 

  Verhalten:

Einige Verhaltenstipps kurz und knapp:

  • In öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man sich immer in den Bereich setzen, der nur für Frauen vorgesehen ist.
  • Überall dort, wo man Schlange stehen muss, beispielsweise in der Bank oder in einer Post, dürfen Frauen direkt nach vorn gehen. So lässt es sich vermeiden, lange in direkter Nähe zu Männern zu stehen.
  • Wer allein essen geht, sollte nach einem Platz im Familienbereich fragen. Kinderweinen beim Essen mag nervig sein, aber es ist um Längen besser als ein aufdringlicher Mann, der ein „Nein“ nicht versteht.
  • Bei Fragen nach dem Weg ist es besser, eine Frau zu finden und sie zu fragen. Gespräche zwischen nicht verheirateten oder verwandten Männern und Frauen sind nicht gern gesehen.
  • Man sollte außerdem genügend Tampons oder Binden mitnehmen. Es ist eine äußerst seltsame und unangenehme Erfahrung, in einen Laden gehen zu müssen, in dem der männliche Angestellte sich in Grund und Boden zu schämen scheint, wenn er einen beim Tampon-Kauf bedienen muss.
  • Für den Ausflug zum Strand empfiehlt es sich, zu einem Strand zu gehen, der für Frauen reserviert ist.
  • Beim abendlichen Gang zum Club sollte auf alkoholische Drinks verzichtet werden, denn in den Emiraten ist es illegal, an öffentlichen Orten betrunken zu sein. Nur im Hotel ist das für Touristen erlaubt.
     

  Mit den einheimischen Männern umgehen:

Als Tourist in den Emiraten wird man hauptsächlich unter seinesgleichen sein. Den Einheimischen wird man nur selten begegnen. Wenn es aber doch mal dazu kommen sollte, gibt es einiges, worauf es sich einzustellen gilt.
Machen wir es kurz: Man wird als Frau angestarrt werden. Man wird Pfiffe und Rufe hören, und es ist durchaus möglich, dass man von jemandem belästigt wird, zum Beispiel indem derjenige sich im Bus oder im Gedränge auf einem überfüllten öffentlichen Platz an einem reibt.
Die gute Nachricht ist, dass die Polizei bei sexuellen Belästigungen recht streng ist. Gerade den Pakistanis, Indern und anderen Immigranten droht die sofortige Abschiebung. Sollte einen also jemand bedrängen, kann man ihn davon recht schnell abbringen, indem man laut schreit oder, wenn einem jemand folgt, indem man in ein öffentliches Gebäude, wie zum Beispiel eine Hotellobby, oder auch eine Polizeistation geht.
Die schlechte Nachricht ist, dass man gegen Blicke, Pfiffe und Kommentare nichts tun kann außer sie zu ignorieren. Ein wenig hilft es, zu versuchen, selbstbewusst auszusehen und so nicht in das Opferschema der Männer zu fallen.

Sollte das worst-case-scenario eintreten und einem wird sexuelle Gewalt angetan, sollte man auf keinen Fall zur Polizei gehen. Außerehelicher Sex ist in den Emiraten illegal und es besteht eine große Chance, dass Vergewaltigungen als einvernehmlicher Sex behandelt werden. Das bedeutet, dass dem Opfer der Pass entzogen wird und es im schlimmsten Fall ins Gefängnis kommt. 

Fazit

Trotz ihres Images als progressiver, moderner Staatenbund sind die arabischen Emirate eben kulturell trotzdem noch weit weg von dem Standard der Gleichberechtigung, den wir in westlichen Ländern genießen. Feministen und allen anderen, die an Geschlechtergleichheit glauben und sich für die rückwärtige islamische Kultur nicht verbiegen wollen, sei empfohlen, einen großen Bogen um Dubai und den Rest der Emirate zu machen.

All das hört sich ein wenig gruselig an, aber die Kernaussage ist im Grunde nur diese: Als Tourist in den Emiraten sollte man versuchen, die lokale Kultur, so verquer sie auch sein mag, zu berücksichtigen, sich seines Umfelds bewusst zu sein und die Vorkehrungen zu treffen, die man als Frau mit gesundem Menschenverstand sowieso trifft. Am Ende sind gerade Dubai und Abu Dhabi zwei der sichereren Städte dieser Welt und obwohl die Dunkelziffer sicherlich hoch ist, ist die Vergewaltigungsrate (und Kriminalitätsrate) dort deutlich niedriger als in anderen Teilen der Welt – wie zum Beispiel Australien oder Neuseeland.
Dennoch ist erhöhte Vorsicht geboten, denn wenn einem etwas passiert, ist die Chance auf gerechte Bestrafung der Täter sehr gering.

 
© Foto: Dubai Tourism

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